Cornelia Schleime
Wimpernschlag
Kerber Verlag 2016

Katalog zur Ausstellung
 Berlinische Galerie, Berlin 
(bis 24. April  2017)


   


Monet 
Licht, Schatten 
und Reflexion

Katalog zur Ausstellung 
in der Fondation Beyeler, 
Riehen/ Basel  
(bis 28. Mai 2017)


 


 
 

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Motorhauben, Schiffsrümpfe und Flugzeugflügel standen Pate für die hochdynamischen Architektur-Schöpfungen Erich Mendelsohns. Das 1927 bis 1928 am oberen Kurfürstendamm entstandene Universum-Kino, in dem heute die Schaubühne am Lehniner Platz spielt, gilt als ein Höhepunkt im Werk des Meisters des bewegten Bauens. Es brannte in den letzten Kriegstagen aus und machte, wieder aufgebaut, in den späten 60er Jahren noch als Beatschuppen und Musicaltheater von sich reden. Dann kamen erste Abrissspekulationen auf. Die Suche der Schaubühne am Halleschen Ufer nach einem größeren Spielort rettete den Mendelsohn-Bau buchstäblich in letzter Minute. Allerdings waren die vom Theater geforderten baulichen Veränderungen so umfangreich, dass die Umbauarbeiten, die von 1978 bis 1981 dauerten, tatsächlich einem Abriss und anschließenden Wiederaufbau gleichkamen. Der Tagesspiegel glossierte den Vorgang mit der Frage: „Hat man ein Baudenkmal gerettet, indem man es abreißt, weil es ohne die neue Nutzung nicht zu retten war und ohne Abriss nicht zu nutzen?“
Das spitz auf den Kurfürstendamm zulaufende, einem gewaltigen Reklame-Ausleger ähnelnde Bauwerk, ist eines der sieben Berliner Baudenkmale des großen jüdischen Baumeisters, der 1933 Deutschland verließ. Zwischen Kassenhalle und Theater-Shop liegt das Café Schaubühne, ein unprätentiöser Ort mit zahlreichen Tischen im Freien, von dem aus sich entspannt das Treiben auf dem Kudamm verfolgen lässt.

 

 

 

Adresse: Kurfürstendamm 153  10709 Berlin
Verbindung: U7 Adenauerplatz; Bus M19, M29 Lehniner Platz         
 
 

 

Büchertips:

Erich Mendelsohn:  
Erich Mendelsohn. Architekt 1887-1953. Gebaute Welten



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Diether Huhn:  
Von Adlershof nach Chicago und andere Spaziergänge in Berlin

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Stand: 11. Januar 2011