Cornelia Schleime
Wimpernschlag
Kerber Verlag 2016

Katalog zur Ausstellung
 Berlinische Galerie, Berlin 
(bis 24. April  2017)


   


Monet 
Licht, Schatten 
und Reflexion

Katalog zur Ausstellung 
in der Fondation Beyeler, 
Riehen/ Basel  
(bis 28. Mai 2017)


 


 
 

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Spiegelsaal

Das Gebäudeensemble auf dem ehemaligen Fabrikhof mit hohem Ziegelschornstein und
L-förmig darum gelagerten, zweistöckigen Gründerzeit- Remisen hat Denkmalstatus. Am langen Schenkel liegen die Töpferei, die Kita, die Tischlerei, das Kino und die Fahrradwerkstatt. Nach dem Fabrikschornstein im Winkel folgen Küche, Kantine und die Räume des Hostels, das, ungewöhnlich preiswert, vorwiegend junge Leute aus aller Welt anzieht. Bekrönt wird es von einem neuen Obergeschoß mit Balkon. 1981, als die Bewohner das Gelände der leer stehenden ehemaligen Chemiefabrik besetzten, hätten sie den Balkon noch weggelassen – zu bürgerlich. Den Raum zwischen den Gebäuden füllen Bäume in erstaunlicher Zahl, die offensichtlich in heilender Absicht in die geschundene Erde der alten Fabrikanlage gepflanzt wurden. Dazwischen stehen Spielgeräte, die es mit den Kindern der Kita in dem Film Der ewige Gärtner mit Ralph Fiennes zu gewisser Berühmtheit gebracht haben. Ungezählte Begrünungs-, Renovierungs- und Bebauungsdurchläufe haben dem Ort Zug um Zug das Gesicht eines nie ganz fertigen Gartenhofes abgerungen, der zugleich Spielplatz, Arbeitsstätte und Festlokalität ist. Kultureller Höhepunkt der Unternehmung ist zweifellos das für seine Programmgestaltung mehrfach ausgezeichnete Regenbogenkino. Es gehört mit dem FSK, dem Eiszeit, dem Moviemento und dem Sputnik zu der Handvoll Berliner Spielstätten, an denen noch Kino, nicht Kasse gemacht wird.

  

 

 

           

Adresse: Lausitzer Straße 22  10999 Berlin
Tel: +49-30-695 795 - 0 Fax: +49 30-618 37 87
Verbindung: U1, U15 Görlitzer Bahnhof, Bus M29, N44
E-Mail: info@regenbogenfabrik.de
Home Page: www.regenbogenfabrik.de;
www.regenbogenkino.de
 
 
 
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Stand: 11. Januar 2011